Sieben Fragen.

Coacht man Männer anders?

Von Männern, Mannsein und Männlichkeit. Von Themen, die Männer bewegen und von Frauen, die in Führung gehen. Ein Interview mit Katharina Bertulat.


Coacht man Männer anders?

Coacht man Männer anders, Frau Bertulat?

Männer wollen Klarheit im Coaching. Sie sind es gewohnt, zu verhandeln, Sprache einzusetzen um Ergebnisse zu erzielen. Diese Eigenschaft nutze ich im Coaching. Meine Fragen sind klar und sie sitzen. Sie stellen in Frage, was selbstverständlich scheint. Bei mir geht es in die Tiefe, ans Eingemachte. Da weinen auch schon mal die harten Kerle.

Was macht eine Frau als Männercoach anders als ein Mann?

Männer wählen mich als Frau ganz bewusst aus. Als Frau bin ich kein Gegenspieler, sondern kluge und empathische Gefährtin. Ich rede nicht drumrum. Aber ich darf auch mal gefühlig werden.

Mit welchen Themen kommen Männer?

Die Themen Mann, Mannsein und Männlichkeit ist in aller Munde. Welche Rolle hat der Mann in der modernen Gesellschaft? Was heißt Männlichkeit? Wann erleben Mann und Frau heute einen Mann als männlich? Es geht also auch um gegenseitige Erwartungen und um ein neues Rollenverständnis. Darin müssen Männer sich zurecht finden. Theoretisch sind wir da schon weiter, aber wenn es konkret wird, rutscht man ruckzuck wieder in die alten Muster.

Gibt es auch handfeste Krisen, die Männer im Coaching beschäftigen?

Auf jeden Fall! In der Lebensmitte sind die Fragen oft existentiell. Da werden Lebensentwürfe oder auch lange Beziehungen in Frage gestellt. Manche Männer sind müde, ausgepowert und suchen Wege zur Langsamkeit. Bei jungen Männern drehen sich die Themen oft um Konflikte mit den Eltern oder es geht um Lebensentscheidungen, zum Beispiel wo und wie man leben oder eine Beziehung führen will.

Was sind das für Männer, die ein Coaching bei Ihnen suchen?

Die meisten Männer, die zu mir kommen sind sehr reflektiert und haben sich mit ihren Themen schon eine Weile auseinandergesetzt. Wenn sie anfangen, sich mit ihren Gedanken im Kreis zu drehen, suchen sie jemanden, mit dem sie sich ihren Fragen auf andere Weise nähern können. Oft kommen sehr junge Männer, manchmal sogar Schüler, die nach ihren Talenten forschen. Noch öfter kommen aber Männer in der Lebensmitte, wenn sie drängenden Fragen auf den Grund gehen wollen. Das sind Männer in Führungspositionen oder auch Freiberufler, wie Ärzte oder Rechtsanwälte.

Coachen Sie auch Frauen?

Klar. Manche Frauen reizt ein Coaching bei mir sogar besonders. Für Frauen in Führungsverantwortung ist es zum Beispiel eine Herausforderung, sich in einer oft immer noch männlich dominierten Welt zu behaupten. Im Coaching bearbeiten wir etwa, wie eine Frau Platzhirschen und Dominanzverhalten geschickt begegnet.

Hilft Ihnen Ihre Erfahrung mit beiden Geschlechtern auch in der Mediation und beim Teamcoaching?

Sicherlich. Bei Teams erkenne ich meist sehr schnell, wer welche Rolle spielt und wo die Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit begründet liegen. Oft landen bei mir die kniffligen Fälle. Darum arbeite ich in Mediationen und vor allem im Teamcoaching fast immer nur zu zweit.

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LESEN SIE IM BLOG:  Wo ist das verdammte Glücksgefühl?

Er ist Anwalt. Und er hat alles, wovon andere träumen. Erfolg, Frau, Kinder, Geld. Eine steile Karriere. Sie hat ihn reich gemacht. Aber auch verbrannt.

Dann hat er wieder angefangen zu träumen. Und etwas verändert. Wenig nur. Aber Wesentliches.

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BERTULAT COACHING. Ihr Coach im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Bonn.


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