33 einfache Tipps, wie Sie als Unternehmen nachhaltiger werden – ohne alles auf den Kopf zu stellen

Die Probleme liegen auf der Hand und die Liste ist lang: Klimawandel, schmelzende Gletscher, Artensterben, Müll im Meer, Datenmissbrauch, soziale Ausbeutung, innere Kündigungen am Arbeitsplatz, eine alternde Gesellschaft, katastrophale Arbeitsbedingungen bei Zulieferern…

Großartige Unternehmen übernehmen Verantwortung und setzen auf eine faire und nachhaltige Unternehmenskultur. Werden Sie Teil der Lösung. Nicht nur für Ihre Mitarbeiter, die Gesellschaft und die Umwelt, sondern auch für Ihr Firmenkonto.

Das Beste: Es ist viel leichter als Sie denken. Sie können sofort anfangen.

Faire Unternehmen machen mehr Umsatz.
Faire Unternehmen haben motiviertere Mitarbeiter.
Faire Unternehmen sind erfolgreicher.

Es ist Zeit. Starten Sie jetzt die Kulturrevolution in Ihrem Unternehmen.

Fokus: Menschen

1. Machen Sie Sinn sichtbar

Warum tun Sie, was Sie tun?
Was treibt Sie jeden Morgen aus dem Bett?
Was macht Ihr Unternehmen aus?

Kennen Sie die Antworten Ihrer Mitarbeiter?
Menschen möchten etwas bewirken. Zu etwas Großem beitragen. Sinnvolles tun.

Sinn beflügelt, hält gesund, stärkt Vertrauen und Mitarbeiterbindung. Das wirkt spürbar auf Ihren wirtschaftlichen Erfolg. Und auf das Image Ihres Unternehmens.

2. Zufriedene Mitarbeiter. Ihr Kapital!

Wie familienfreundlich ist Ihr Unternehmen?
Sind flexible Arbeitszeiten Standard? Auch für Führungskräfte?
Nehmen Männer Elternzeit?
Stärken Sie die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter?
Sind Ihre Arbeitsverträge unbefristet?

Und wie steht es um das Vertrauen?

Glauben Sie, dass Ihre Mitarbeiter*innen das Beste geben für das Unternehmen? Weil sie sich verbunden fühlen.

Machen Sie ernst. Schaffen Sie eine faire Unternehmenskultur: Arbeitsbedingungen, die fair und zukunftsfähig sind. Für Ihren Unternehmenserfolg. Und als Beitrag für die Gesellschaft.

Mit der BDA Formel können Sie messen, wie zufrieden Ihre Mitarbeiter sind. Je geringer die Fluktuation, desto zufriedener ist Ihr Team:

Fluktuationsrate = freiwillige Kündigungen /durchschnittlichen Personalbestand * 100

Zum Vergleich: 14% Fluktuationsrate sind der Durchschnitt. Richtig beliebte Unternehmen bringen es auf 5%. Welche Bilanz hätten Sie gern?

3. Zuhause im Büro

Keine Sorge, Sie müssen kein Wohnzimmer einrichten. Aber Sie können etwas dafür tun, dass Ihre Mitarbeiter mit Vergnügen zur Arbeit kommen. Arbeitszeit ist Lebenszeit. Gestalten Sie reizvolle Arbeitsplätze, die Lust auf’s Wiederkommen machen.

Kleine Details mit großer Wirkung:

  • Frisches Obst gratis. Am besten Bio.
  • Kaffee und Tee für alle
  • Gestalten Sie einladende Besprechungsräume. Die besten Ideen entstehen beim informellen Austausch.
  • Yoga in der Mittagspause
  • Familienfreundliche flexible Arbeitszeiten
  • Achtsamkeitsübungen

Setzen Sie vor allem auf Transparenz, Vertrauen und partnerschaftlichen Umgang. Denn: zufriedene Mitarbeiter sind kreativer, motivierter, initiativer. DER Motor für Ihren unternehmerischen Erfolg.

4. Immer einen Schritt voraus

Bleiben Sie weit vorne! Sichern Sie Ihren Wettbewerbsvorsprung und investieren Sie in die Zukunft. Der Schlüssel ist stetige Weiterbildung. Welchen Wissensbedarf gibt es in Ihrem Unternehmen? Welche Themen werden wichtiger?

Sparen Sie nicht an Ihrem Erfolg: Schicken Sie jeden Mitarbeiter mindestens einmal jährlich zur Fortbildung. Das motiviert, stärkt Know How und Zusammenhalt. Pfunde für Ihren unternehmerischen Erfolg.

5. Faire Gehälter

Es müssen nicht alle das Gleiche verdienen. Aber gerecht und transparent sollten Gehälter sein. Je besser jemand das Gehalt seinen Leistungen zuordnen kann, desto zufriedener ist er mit seiner Arbeit.

Schaffen Sie eine faire, klare, transparente, verständliche Gehaltsstruktur.

Denn das ist klar. Zufriedene Mitarbeiter*innen bleiben Ihnen treu, sind seltener krank und tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

6. Ein GAP, den Sie sofort abschaffen können.

Der Genderpay-GAP liegt auch 2019 (!!) bei satten 21%. Werden Sie Pionier für gerechten Lohn: Zahlen Sie gleiches Geld für gleiche Arbeit. Fördern Sie Karriere und Aufstieg. Für alle.

7. Frauen führen beim Gewinn

Chefs in Deutschland heißen Thomas, Michael, Andreas oder Peter. Trostloses Einerlei. Frauen sind rar in den Chefetagen. Nur 14 % der Führungskräfte sind weiblich.

Dabei ist längst bekannt: Chefinnen sind nicht nur gewissenhafter, innovativer und klarer in der Kommunikation. Mit Frauen an der Spitze steigen die Unternehmensgewinne um bis zu 50 Prozent.

Emanzipieren Sie sich. Schicken Sie mehr Frauen ins Rennen.

8. Schaffen Sie ein starkes Team

Am erfolgreichsten sind die Unternehmen, bei denen das Miteinander stimmt. Fundamental ist eine authentische, vor allem ehrlich gelebte Unternehmenskultur.

Was für erfolgreiche Unternehmen selbstverständlich ist:

  • Unternehmenswerte, die alle verbinden
  • Ein Leitbild, das nicht nur auf dem Papier steht
  • Viel Vertrauen – wenig Kontrolle
  • Ein offenes Ohr für die Mitarbeiter*innen
  • Gegenseitiger Respekt und Anerkennung
  • Faire und transparente Gehälter
  • Kommunikationsregeln, auch wenn die Wellen mal höherschlagen
  • Miteinander statt übereinander reden
  • Eine faire Unternehmenskultur, die wirklich von allen gelebt wird,
    egal ob Geschäftsführung, Bürokraft oder Postservice

9. Gegen dicke Luft im Büro

Die Stimmung ist im Keller? Dann braucht es einen Blick in die Geschichte – wie ist die Laune abgerutscht? Wo drückt der Schuh. Wie kann Abhilfe geschaffen werden? Welche alten Geschichten müssen aufgearbeitet werden? Gut moderiert können Sie Ihrem Team wieder auf die Sprünge helfen.

TIPP: Wenn gar nichts mehr geht, hilft manchmal ein Blick von außen.

10. Kulturwandel in der Kantine

Bringen Sie mehr Bio in Ihre Kantine. Wenn Sie nicht gleich die ganze Küche umstellen können, starten Sie doch mit einer Bio-Aktionswoche.

Sie fördern die Mitarbeitergesundheit, stärken das ökologische Gleichgewicht und werden zum Multiplikator für gutes Essen.

11. Grün statt Schotter

Schaffen Sie ganz leicht Lebensqualität für Ihre Mitarbeiter*innen. Mit grünen Inseln auf Ihrem Firmengrundstück. Sie unterstützen den Austausch (die besten Ideen entstehen in der Kaffeepause), helfen Klima und Insekten und stärken der Verbundenheit Ihrer Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen.

Fokus: Umwelt

12. Hören Sie auf, Frischfaserpapier zu verwenden

Haben Sie schon mal über das papierarme Büro nachgedacht? Rechnungen per Mail verschicken? Verträge am Tablet unterschreiben? Ausdrucke vermeiden, wann immer es geht? Das schont (Ur!)Wälder, spart Papier und Farbpatronen, reduziert Müll und schont dazu Ihr Firmenkonto.

Wenn Papier sein muss, am besten nachhaltiges Recycling-Papier verwenden. Die Produktion kommt mit 75 % weniger Energie und 50 % weniger Wasser aus. Sichtbar ist der Unterschied schon lange nicht mehr und Sie tun etwas für Ihre Ökobilanz.

TIPP: Rechnen Sie mal nach. Hier geht es zum Nachhaltigkeitsrechner der Initiative Pro Recyclingpapier.

13. Geben Sie Laserdruckern den Laufpass

94 % (!) weniger Müll, weniger Schadstoffe, feinstaubfrei, stromsparsam und dazu beim Drucken nur halb so teuer. Tintenstrahldrucker stellen die Laserkonkurrenz restlos in den Schatten.

Wer es noch nachhaltiger will: Mit nachfüllbaren Tintenpatronen sparen Sie Geld und Ressourcen.

14. Leuchten statt Glühen

Schalten Sie um! LED sparen Strom, Geld und halten ewig.

TIPP: Prüfen Sie die KFW-Fördermöglichkeiten. Gefördert werden Maßnahmen zur energetischen Sanierung für Unternehmen und Freiberufler.

15. Mein Firmenwagen? Ein Fahrrad.

Zukunftsmusik oder Horrorszenario: morgens zur Arbeit oder zum Kunden mit dem Dienstrad? Sie werden in jedem Fall Aufsehen erregen. Dazu tun Sie der Umwelt gut, Ihrem Geldbeutel und können das Abo im Fitnessstudio getrost kündigen.

BESONDERS COOL: Das Wunschrad muss anders als ein Dienstwagen seit Anfang 2019 nur noch mit 0,5% vom Bruttolistenpreis versteuert werden. Unter bestimmten Umständen ist es sogar steuerfrei.

Als Arbeitgeber profitieren Sie gleich mehrfach: Sie sparen Parkplätze, tun was für’s Klima und fördern die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter*innen. Beteiligen Sie sich zusätzlich an den Leasingraten, sind das steuerlich relevante Betriebsausgaben.

Und Bingo: Genauso wie beim Auto können Entfernungskilometer mit 30 Cent pro Kilometer in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Können Sie noch widerstehen?

16. Mit dem Rad zur Arbeit

Machen Sie das Radeln zur köstlichen Alternative. Schaffen Sie Platz für Räder und Ladestationen für E-Bikes. Und Duschen für die Radler.

17. Setzen Sie auf den Blauen Engel

Die Kaffeemaschine ist kaputt? Ein Drucker muss ersetzt werden? Stellen Sie Ihre Elektrogeräte um. Geräte mit dem Siegel „Energy Star“ oder „Blauer Engel“ sind energieeffizienter, schonen die Umwelt und Ihr Firmenkonto.

18. Fair telefonieren? Geht!

Das Freiburger Startup WEtell hat ein faires Mobilfunkkonzept entwickelt. Ganz oben stehen Klimaschutz, Datenschutz, Fairness und Transparenz. Telefoniert wird 100% grün im D-Netz.

Zur Wahl stehen drei Tarifoptionen. Vor kurzem endete eine pfiffige Crowdfounding-Kampagne. Fast 2000 Unterstützer haben sich angeschlossen. https://wetell-change.de/

TIPP: Werden Sie Klimapionier. Stellen Sie Ihre Mobilfunkverträge für Ihr ganzes Unternehmen um.

19. Genießen Sie. Fair.

Hätten Sie’s gewusst? Fairer Bio-Kaffee ist gesünder (weil weniger Pestizide), gerechter (weil so fair gehandelt, dass die Kaffeebauern davon leben können und sozial abgesichert sind), nachhaltiger (weil ressourcenschonend gewonnen) und Lebensgrundlage für viele Millionen Menschen.

Grund genug, (nicht nur) den Bürokaffee fair aufzugießen.

Wie man fairen Bio-Kaffee erkennt

  • Achten Sie auf ein anerkanntes EU-Bio-Siegel auf der Verpackung. Siegel mit besonderer Aussagekraft: FAIRTRADE®, fair for life, GEPA fair® oder Hand in Hand (Rapunzel)
  • Wer es noch fairer und ökologischer will, sollte auf Kaffee mit einem Siegel von demeter, naturland und Bioland setzen.

Wo kann man fairen Bio-Kaffee kaufen?

Die meisten Discounter und Supermärkte haben mittlerweile fairen Kaffee im Programm. Dabei unbedingt auf das Siegel achten.
Und natürlich im Bioladen.

20. Laptop statt Desktop

Mobile Rechner brauchen im Schnitt 70% weniger Strom als stationäre PC. Die etwas höheren Anschaffungskosten sind schnell ausgeglichen. Dazu sind sie flexibler einsetzbar und können von Ihren Mitarbeiter*innen im Home Office genutzt werde.

Fokus: Gesellschaft

21. Werden Sie ENTREPRENEUR FOR FUTURE

Greta machte den Anfang. Tausende Schüler*innen folgen ihr. Sie streiken seit Monaten. Weltweit. Jeden Freitag. Für das Klima. FRIDAYS FOR FUTURE ist DIE Klimabewegung unserer Zeit.
Jetzt streiken auch Unternehmerinnen und Unternehmer. Über 900 sind schon dabei:ENTREPRENEURS FOR FUTURE

22. Fördern Sie Bus und Bahn

Das Jobticket (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) ist gelebte Solidarität.

Kleine Unternehmen (bis 50 Mitarbeiter*innen) können sich einfach einem Verbund anschließen. Ab 50 Mitarbeiter geht es etwas anders und es gilt das Solidarprinzip: Alle im Unternehmen erhalten ein Ticket. Je nach Standort kostet es jede*n Mitarbeiter*in zwischen 29,20 und 56,00 Euro. Verglichen mit den Kosten für Benzin oder ein Monatsticket ein unwiderstehliches Schnäppchen.

Das Beste daran: Das Ticket gilt täglich 24 Stunden im gesamten VRS-Gebiet, mit Zuzahlung sogar ein bisschen weiter. Ab 19.00 Uhr und am Wochenende fahren Sie kostenlos zu zweit.

23. Bauen Sie! Ein Bienenhotel

Haben Sie es bemerkt? Es summt weniger um uns. Wildbienen, Schmetterlinge, Hummeln oder Falter – sie alle haben sich rargemacht. Verantwortlich sind Insektizide, die immer kleiner werdende Pflanzenvielfalt oder auch Krankheiten durch den Klimawandel.

Das Londoner Unternehmen Green and Blue hat die BeeBrick™ entwickelt. In unterschiedlichen Größen, je nach Bauprojekt, lassen sie sich wie Mauersteine einmauern und bieten ein langfristiges Quartier für Wildbienen.

Wer’s natürlich mag, kann das Bienenhotel auch selber bauen. Oder gleich eine ganze Blumenwiese? Das hilft den Bienen, stärkt die Pflanzenvielfalt, sieht gut aus und kostet nicht viel.

EXTRATIPP: Wer’s mag kann gleich an einem Wettbewerb teilnehmen: „Wir tun was für Bienen“.

24. Kulturbiotop Obstwiese

Bäume sind rar in diesen Zeiten. Dabei ohne Frage wichtig für Kultur, Umwelt, Klima, Vögel, Insekten, Tiere und natürlich für den Menschen. Pflanzen Sie doch einen. Oder gleich eine ganze Streuobstwiese. Mit etwas Platz auf Ihrem Grundstück und nur wenig finanziellem Aufwand schaffen Sie ein Kulturbiotop und Lebensraum für zahlreiche Tiere und einen Wohlfühlort für Ihre Mitarbeiter*innen. Und tun ganz nebenbei etwas fürs das Klima.

TIPP: Der LVR unterstützt Ihr Vorhaben und fördert zum Beispiel die Wiederherstellung historischer Gehölzstrukturen. Hier gibt es jede Menge Infos.

P.S. Sie haben keinen Platz? Verschenken Sie doch einfach einen Baum. Der gemeinnützige Verein PRIMAKLIMA macht es möglich! Ein echtes Pfund für Ihre CO2-Bilanz!

Stehen Sie auf. Machen Sie mit. Wir haben nur eine Welt.

25. Sprechen sie drüber!

Werden Sie zum Botschafter für faires Handeln. Sprechen Sie über Ihr Engagement. Schaffen Sie ein Bewusstsein für Fairness im Unternehmen. Regen Sie andere zum Nachahmen an. Wir haben es gemeinsam in der Hand, eine faire und gerechtere Welt zu werden.

26. Machen Sie jetzt die Energiewende

Sicher ist: So geht es nicht weiter. Setzen Sie auf Sonne, Wind und Wasser und geben Sie als fair agierendes Unternehmen alles für den Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Ökostromanbieter sind zum Beispiel EWS Schönau, Die Bürgerwerke, Greenpeace Energie oder Polarstern.

Das Beste: Der Wechsel geht wie von selbst!

27. Legen Sie Nachhaltigkeitsziele fest

Schärfen Sie das Umwelt-Bewusstsein Ihrer Mitarbeiter*innen. Das wirkt nach innen und außen – mehr als man denkt. Definieren Sie gemeinsam Nachhaltigkeitsziele für Ihr Unternehmen und Konzepte, um sie zu erreichen.

Kleine Deals mit großer Wirkung:

  • Master-Slave-Steckdosen mit Zeitschaltuhren für technische Geräte sparen Strom: Wenn niemand da ist, wird auch keine Energie verbraucht.
  • Bewegungsmelder statt Lichtschalter in Räumen, die nicht immer gebraucht werden
  • Zug statt Flug: Verzichten Sie auf klimaschädliche Flüge, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

TIPP: „Der Mensch ist nur da ganz, wo er spielt.“ Schiller hatte recht. Spielen macht Spaß. Schreiben Sie Nachhaltigkeits-Champions aus. Mit einer schicken Prämie ist es noch spannender und regt zum Mitmachen an.

28. Pflanzen Sie Bäume beim Surfen

Wie hoch ist der Mount Everest? Wer war der 1. Mensch auf dem Mond? Wann fährt die nächsten Bahn? Alles schnell gegoogelt. Aber: Suchmaschinen sind fette Stromfresser. Unsere Anfragen werden in riesigen Rechnern in immer größer werdenden Rechenzentren verarbeitet.

Mit den vielen Menschen, die täglich durch das Netz surfen, kommt eine Menge zusammen. Das können auch grüne Suchmaschinen nicht ändern. Aber sie versuchen einen Ausgleich zu schaffen.

Außerdem fressen klassische Suchmaschinen nicht nur Energie, sondern jede Menge Daten, die man lieber für sich behalten würde.

Faire Suchmaschinen machen es anders:

  • Ecosia.org nutzt ausschließlich erneuerbaren Energien und verwendet sämtliche Gewinne, um Bäume zu pflanzen.
  • Lilo.org und gexsi.com fördern soziale und ökologische Projekte

29. So ein Müll!

Wussten Sie, dass Deutschlands Müll tonnenweise in Asien landet? Mit der Hand sortieren Menschen den stinkenden Müll. Für einen Lohn, der nicht zu Leben reicht. Was nicht verwertbar ist, wird illegal verbrannt oder landet im Meer. Und kommt im Fisch bei uns wieder auf den Tisch.

Was Sie als Unternehmer*in tun können:

  • Trennen Sie. Sorgfältig! Je besser, desto wahrscheinlicher ist die Wiederverwertung
  • Verbannen Sie Kaffeekapseln aus dem Büro. Restlos.
  • Installieren Sie Wasserspender mit Festwasseranschluss. Das spart Flaschen und Geld.
  • Nutzen Sie Recyclingpapier: Für Notizen, den Drucker und für die Toilette
  • Sagen Sie Einwegbechern den Kampf an! Die Alternative für Ihre Cafeteria: RECUP hat einen Mehrwegbecher, der leicht und langlebig ist.
  • Nutzen Sie Mobiltelefone so lange wie möglich! Und wenn es doch mal ein Neues sein muss, geben Sie Ihr Altes weiter.

30. Aus alt mach hip

Upcycling ist die Zukunft. Taschen und Rucksäcke aus LKW Plane, aus Segeltuch oder sogar der Außenhülle von Zeppelinen. Baumaterialien, die wiederverwendet werden. Sitzmöbel aus Paletten. Flugzeug-Servierwagen als Aktenschränke. Ausgedientes wird zum Newcomer. Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Werden auch Sie zum Upcycling-Pionier und schaffen Sie Produkte, die hip und nachhaltig sind.

31. Nehmen Sie Ihre Lieferanten unter die Lupe

Legen Sie die Standards fest. Setzen Sie sich ein für faire Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und aktiven Umwelt- und Klimaschutz. Stellen Sie sich gegen Kinderarbeit und Diskriminierung von Frauen. Egal wo produziert wird. Eine Verpflichtungserklärung für faires, ökologisches und ökonomisches Handeln schafft Verbindlichkeit für alle.

32. Machen Sie Schluss. Mit nutzlosen Geschenken

Sind Sie die üblichen Werbegeschenke auch leid? Wie wäre es mit einem Baum für Ihren eigenen Unternehmenswald? Dazu gibt es für den Beschenkten eine schöne Urkunde. Möglich macht es der gemeinnützige Verein PRIMA KLIMA. Sie tun was für das Klima, begründen einen Wald und haben ein wirklich besonderes Geschenk.

33. Mut heißt machen

Erfolgreiche Unternehmen übernehmen Verantwortung. Fördern Sie soziale, kulturelle oder ökologische Projekte. Organisieren Sie ein Nachbarschaftsfest. Leisten Sie Hilfe für Bedürftige. Fördern Sie Kunst und Kultur. Werden Sie sichtbar mit Ihren Werten. Für die Gesellschaft und Ihre Reputation.

Aller Anfang ist fair.

Ihre Katharina

P.S. Ihnen wird schwindelig, wenn Sie lesen, was alles zu tun wäre? Sie denken, das kann ich alles gar nicht schaffen? Geht mir genauso. Wir sind alles Menschen. Jeder Schritt ist ein kleiner Anfang. Ein bisschen anders ändert viel.

Was haben Sie umgesetzt? Welche fairen Tipps und Ideen geben Sie gerne weiter?

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katharina_bertulat_profil

Hier schreibt Katharina Bertulat. Sie berät und unterstützt Menschen und Teams in Familienunternehmen mit einer fairen Unternehmenskultur. Junge Teams in Aufbruchstimmung. Teams in stürmischen Zeiten. Und Teams, wenn plötzlich alles anders ist.

Sie wollen mehr erfahren? www.bertulat.de


7 Kommentare zu »33 einfache Tipps, wie Sie als Unternehmen nachhaltiger werden – ohne alles auf den Kopf zu stellen«

  1. Toller Artikel – dankeschön, liebe Katharina!
    Wie gestern bereits über einen anderen Kanal gesagt, fallen mir spontan noch drei große Hebel ein:
    1. Ökostrom beziehen
    2. Nachhaltige Server nutzen
    3. Bankkonto bei einer nachhaltigen Bank haben
    Herzlich
    Nicole

  2. Danke, liebe Nicole!
    Supergute Tipps. Bei der nächsten Überarbeitung werde ich sie total gerne integrieren.

  3. Werner Möll sagt:

    Faire Gehälter, sollten von einem fairen Geschäftskonto kommen. Gute Infos gibt es vom unabhängigen Fair Finance Test unter Faifinanceguide.de.

    Gruß Werner

  4. Werner Möll sagt:

    Fairfinanceguide.de natürlich, hatte mich verschrieben.

    Werner

  5. Hallo Werner,

    vielen Dank. Ein guter Tipp. Und klar, die GLS steht ganz oben. Kein Wunder, dass ich ein Fan bin. 🙂

    Liebe Grüße
    Katharina

  6. Paul Lee sagt:

    Die Aussage zu Punkt 6 ist Demagogie pur.
    Die Aussage zu Punkt 7 ist Sexismus mal anders herum-was es nicht besser macht.
    Schade, dass durch diese beiden „Ausfälle“ die Akzeptanz des Ganzen stark beeinträchtigt wird.

    1. Was genau empfinden Sie als Demagogie bzw. als Sexismus? Und warum?

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